On Tour

Samstag, 10. Mai 2008

Blau und Gelb

Wenn man durch Brandenburg fährt sind das momentan die vorherrschenden Farben. Es ist schon ein sehr intensiver Farbeindruck der uns heute auf unserer Motorradtour durch das nordöstliche Berliner Umland verfolgte. Unten der sattgelbe Raps und darüber ein tiefblauer Himmel, verschönert durch Kleckse von Wolken. Auf halber Strecke endlich mal ein Haltepunkt mit dem richtigen Hintergrund. Bitte recht freundlich.

Blauer Himmel, gelber Raps und ich
Foto: u|b

Unsere eigentliches Ziel war wieder mal der Schermützelsee bei Buckow. Unser obligatorisches Ziel am Anfang der Motorradsaison. Vorher haben wir allerdings noch einen kleinen Abstecher nach Altfriedland gemacht. Der Räucherfisch ist einfach ZU gut. Diesesmal in Form eines Räucherspießes. Lecker.

Dann über Berg und Tal - hat man leider nicht oft in Brandenburg - nach Buckow. Allein die Ortseinfahrt lässt jedes Motorradfahrerherz höher schlagen. Kurven und Serpentinen bis runter zum See. Nach einer längeren Kaffeepause mit Seeblick machen wir uns wieder auf den Heimweg. Morgen gehts für 3 Tage nach Dresden. Angesichts der Wetterprognosen spontan mit dem Bike statt mit dem Zug.

Reger Bootsverkehr auf dem Schermützelsee
Foto: h|b

Sonntag, 13. April 2008

Pack die Badehose ein ...

... und dann nüscht wie raus an Wannsee. Schwesterlein und Badehose haben wir zu Hause gelassen, uns dafür aber das erste Mal in diesem Jahr in die Motorradklamotten gezwängt. Endlich mal ein Hauch von Frühling. Und wenn es nur für einen Tag ist.

Da die Badesaison noch nicht eröffnet ist und wir in der Zeitung gelesen hatten, dass der Eintritt ins Wannseebad frei wäre, haben wir uns das heute als Ziel für einen ersten kleinen Trip ausgesucht. Man muss ja auch erst mal wieder ein Gefühl fürs Mopped bekommen.

Der Eintritt war zwar dann nicht umsonst - fürs Luftbaden waren 2,50 € pp fällig - aber wo wir nun schon mal da waren. Lecker Cappuccino und Käsekuchen und für 'ne halbe Stunde einen Sonnenplatz im Strandkorb für "umme" waren dann doch drin. Gut für die Seele.

Erste Ausfahrt 2008 mit dem Motorrad Foto: h|b

Freitag, 7. März 2008

¿Hable más Espanol?

Eigentlich nicht, aber in Barcelona kommt man auch gut ohne spanisch zurecht. Ein paar Brocken zum Zeigen des guten Willens sind aber nicht verkehrt. So, wir sind wieder zurück und ich persönlich hab drei Erkenntnisse mitgebracht:

- In Spanien ist es nicht automatisch wärmer
- Busfahrer streiken nicht nur in Berlin und
- Wenn alles grün ist, muss das noch lange kein Frühling sein.

Auf den Dächern von BarcelonaJa, das hatten wir uns schön gedacht: Dem tristen Deutschland entfliehen, ans Meer und in die Sonne - auftanken für die Seele. Die Sonne war auch wirklich da, aber leider auch gleichzeitig Polarluft, angesaugt durch ein Tief über dem Mittelmeer. Dazu ein schneidender Wind, teilweise in heftigen Böen. Unsere Fahrt auf dem Oberdeck des Touristenbusses ohne Verdeck war wie ein Ausflug im Kühlschrank.

Das mit dem Touristenbus wäre beinahe nichts geworden, da auch in Barcelona die Busfahrer streiken - 5 Tage lang. Zum Glück gibt es aber auch einen privaten Betreiber einer solchen Linie, so dass wir das Angebot doch nutzen konnten. Im Gegensatz zu den Touri-Bussen in Berlin, kann man hier eine 2-Tages Karte kaufen und den Bus die ganze Zeit nutzen. Der fährt auf einem festen Kurs durch die Stadt und man kann immer wieder aus- und zusteigen. Eine Super Lösung.

Auch wenn der Frühling in Barcelona weiter fortgeschritten ist als in Berlin - hier hat ja nicht mal der Winter endgültig "Tschöö" gesagt - wenn es so richtig grün im Strassenbild wird, sind die Schotten in Barcelona. Champions League Spiel im größten Stadion Europas am Dienstag Abend zwischen dem FC Barcelona und Celtic Glasgow (1:0). Die Fans von der Insel waren hart im Nehmen, Trikots, kurze Hosen oder Kilt bei gefühlten 5 Grad.

Barcelona hat uns gut gefallen - immerhin gab es Sonne satt - und der Trubel in den schmalen Gassen des Barri Gòtic - hier stand auch unser Hotel - größer als in Friedrichshain. Dazu gibt es einen höllischen Verkehr, gefühlte eine Million Motorräder/Mopeds und Roller und viel Architektur. Allerdings ist Barcelona auch eine Riesenbaustelle. An der Größten - der Sagrada Familia - wird inzwischen rund 126 Jahre gearbeitet und ein Ende ist nicht in Sicht.

Samstag, 16. Februar 2008

Sonne und Schatten

Morgens in WarnemündeVor sieben Jahren sind wir nach Berlin gezogen. Das haben wir uns - unter anderem - damit schmackhaft gemacht, dass ja dann die Ostsee nicht ganz so weit sei. War sie aber dann doch irgendwie. Jedenfalls haben wir es heute das erste Mal geschafft einen Tagesausflug in unsere 2. Heimat - Warnemünde - zu unternehmen.

Anstelle eines Regionalexpresses wurde der Warnemünde-Express - bestehend aus älterem Wagenmaterial - bereitgestellt. In der ersten Klasse netterweise mit drei kleinen, heimeligen Abteilen ausgestattet, rein, Vorhang zu, los gehts. Kurz hinter Gesundbrunnen drangen akustische Signale an unser Ohr: "Ihr könnt nach Hause fahrn, ihr könnt nach Hause fahrn...". Dabei waren wir doch gerade losgefahren? Ahhh, Berliner Rostockfans auf dem Weg zum Spiel. (Rostock-Frankfurt 1:0)

Um 11 waren wir in Warnemünde, schon schön schnell, und überrascht: Menschenmassen. Am Strand eine richtige Menschenkette. Da haben wir uns dann eingereiht und sind bis zum Wendepunkt "Wilhelmshöhe" gelaufen. Kaffeepause. Langsam wieder zurück Richtung Promenade. Noch ein Besuch am Leuchtturm (obligatorisch) und um 16 Uhr saßen wir wieder im Zug. Lohnt sich das? Ja ;-)

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Born to cook

Gestern abend war ich mit einer Kollegin in Hamburg. Auf Einladung von CoreMedia konnten wir an einem Kunden & Partner Kochevent teilnehmen. Ab 18 Uhr war Get-Together mit Prosecco und Schürzenverteilung. Danach wurden wir auf vier Kochteams verteilt (es gab 4 Gänge). Ich hab zwar keinen Plan vom Kochen, aber ich dachte: Mit Anleitung wirds schon klappen.

Ich durfte also Zwiebeln schälen (Schnief) und einen rohen Seeteufel filetieren (iiihhh). Hat aber gut geklappt und so konnte der erste Gang - Gebratene Medaillons vom Seeteufel auf warmen Belugalinsensalat - nur ein Erfolg werden. Danach folgten in der Reihenfolge ihres Erscheinens: Austernpilz-Parmesan Cannelloni mit Tomatenbutter, Hirschkalbsteak in Lebkuchensauce mit Zimtbirnen und zum Abschluss Stollenparfait mit Kompott von Vanillepflaumen. Dazu gabs hervorragende Weine vom Sommelier. Lecker. Networking der angenehmen Art.

Weihnachtsbeleuchtung im Hamburger Hauptbahnhof Foto: h|b

Sonntag, 7. Oktober 2007

Vom Schermützel- zum Scharmützelsee

Spätestens unterwegs wurde uns klar, dass die diesjährige Motorradsaison zu Ende ist. Es war schweinekalt. Trotz Winterfutter und langer Unterhose gehen 12 Grad Außentemperatur bei 120 km/h schon mal als gefühlte Minustemperaturen durch. Wir hatten abgewartet bis der Hochnebel verschwunden war, aber so richtig schön wurde es dann doch nicht.

Zum Abschluß hatten wir noch mal unsere Standardtour unter die zwei Räder genommen. Von Berlin über Strausberg nach Buckow zum Schermützelsee. Der See wird inzwischen von bunten Herbstbäumen umrahmt. Als wir das letzte Mal am Kiosk an der Dampferablegestelle Kaffee getrunken haben, war alles noch grün.

Da wir zeitig da waren und den Kanonieren der Buckower Stadtgarde bei ihrer Aufstellung zum Festumzug nicht im Weg stehen wollten, machten wir uns auf den Weg zum nächsten See, der sich nur in einem Buchstaben von dem vorherigen unterscheidet, dem Scharmützelsee. Eigentlich wollte ich hier noch ein Aalbrötchen essen, aber die Saison geht wohl auch hier zu Ende, kein Fischwagen mehr.

Rückblickend sind wir, bin ich, dankbar dass wir die Saison ohne größere Blessuren überstanden haben - von dem einmaligen "Umfall" mal abgesehen - Aber schließlich hatten wir ja auch im Laufe des Jahres unseren Schutzengel besucht. Wir gönnen dem "Mopped" seine verdiente Winterpause und freuen uns auf die nächste Saison.

Saisonabschluss am Scharmützelsee

Sonntag, 23. September 2007

Summer in the City

Kleine Ballons vor großem BallonEin letzter schöner Spätsommertag hat uns heute nach draussen getrieben und so sind wir mit den Rädern durch Berlin gecruist. Apropos "gecruist", - ich weiss, blödes Wortspiel - im Bendlerblock liefen die Dreharbeiten zu "Valkyrie". War aber diesmal nicht viel zu sehen. Auto rein, Motorrad raus, Motorrad rein, Auto raus. Ein paar Soldatenstatisten und das Catering roch noch Sauerkraut.

An vielen Stellen mussten wir uns heute durch Unmengen von großen, roten Luftballons kämpfen. Der ECCO Walkathon schlängelte sich - ausgehend vom "großen Stern" durch Berlin. Massenwandern auf 6 oder 10 Kilometer und das noch für einen guten Zweck. Sah nett aus.

Noch ein wenig netter, oder besser gesagter "fetter", stellen sich seit ein paar Tagen die Figuren des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero im Lustgarten dar. Um die 15 Figuren tummeln sich die Touristen und nehmen das Platzzubehör dankbar als Fotovorder- oder -hintergrund an. Die Skulpturen werden dort für etwa 2 Monate zu sehen sein.

Direkt nebenan lädt das "Neue Museum", bis einschließlich morgen, zu den "Tagen der offenen Tür" ein. Bei Wartezeiten von über einer Stunde haben wir uns das allerdings erspart und sind lieber wieder mal zum "Cafe am neuen See" gefahren. Da waren wir schon ewig nicht mehr. Wer es nicht weiß, das "CanS" dürfte der größte Biergarten außerhalb Münchens sein. Wir haben uns auf Kaffee und Kuchen beschränkt, auch wenn eine Radlermaß nicht ganz verkehrt gewesen wäre. Schön wars.

Sonntag, 16. September 2007

Gefühlter Raumgewinn

Wir sind wieder zu Hause und haben 10 qm gegen 100 qm getauscht. Ein echter Raumgewinn ;-) Den anderen Raum, den wir gewonnen haben, heisst Deutschland und ist unsere Heimat. Das ist mir zumindest in den vergangenen 14 Tagen recht deutlich geworden. Wohin man auch fahren mag, nach Deutschland zurückkehren, gibt ein gewisses Gefühl von Sicherheit und Heimat. Und wenn dann erst mal der Alex in Sicht kommt ...

Deutschland ist übrigens größer als ich dachte. Wir haben noch lange nicht alles gesehen und sind trotzdem etwas über 4000 Kilometer durchs Land gefahren, und ... Deutschlands vorherrschende Farbe ist GRÜN, ganz eindeutig. Nicht politisch, aber die Umwelt. Obendrüber isses manchmal blau und manchmal grau, während unserer Tour überwog erstaunlicherweise die Farbe blau. Immer da wo wir gerade waren, war der Himmel blau, oder er wurde es. So sollte es sein im Urlaub.

In Deutschlands Norden geht der Trend klar zur Windkraft, im Süden vereinzelt zu Solardächern. Ob Ost- oder Nordsee, ob Mittel- oder Hochgebirge, ob Fluß oder Strom, in Deutschland gibt es außer tropischem Urwald und Wüste alle Landschafts- und Kulturformen die man sich vorstellen kann. Deutschland ist nach wie vor sehr landwirtschaftlich geprägt. Felder und Wiesen ohne Ende, mal mit, mal ohne Nutzvieh.

Schattenseiten: An den Straßen in Deutschland stehen leider immer noch viel zu viele blumengeschmückte Holzkreuze, jedes symbolisiert eins oder mehrere Opfer - in der Regel jung. Gerast wird trotzdem weiter.

Es war schön, mal "zu Hause" Urlaub zu machen, ohne sich aber festlegen zu müssen: Fahre ich jetzt an die See, wenn See, dann Ost- oder Nordsee, oder doch lieber in die Berge, oder vielleicht nach Sachsen? Übrigens Sachsen, ein kurzes Wort zum Schluß: Es ist erstaunlich - gut, vielleicht liegts an der Sprache - aber wo man hinkommt, sie sind schon da. Ob auf Fehmarn, oder auf der Zugspitze, überall klingts: "Nu gugge mol do".

Kunstimpression am Strand von Dangast

Am Strand von Dangast an der Nordsee. Dangast ist eine ehemalige Künstlerkolonie von Brückemitgliedern. Die Schaustücke am Strand sind von Beuys-Schülern.

Mittwoch, 12. September 2007

Höhe x Weite = Cool

Die Formel beschreibt gut den heutigen Tag. Wir waren heute exakt 2962 m hoch (Na, wer weiß wo wir waren ;-) und haben bei der Weiterfahrt auf dem Tacho dieselbe Marke in Kilometern geknackt. Am Ende des Tages haben wir nun auch den "Point of Return" erreicht. Von hier aus gehts am Freitag wieder zurück nach Berlin. Aber der Reihe nach ...

Gestern waren wir auf Schlössertour. Das erste Ziel war Hohenschwangau und direkt daneben hats das bekannteste aller Märchenschlösser, Neuschwanstein. Beide ausgiebig bewandert und besichtigt. Sehr beliebte Ziele auch für Heerscharen von Japanern und Amerikanern.

Dann weiter über die Wieskirche Richtung Garmisch, aber vorher rechts ab zum Schloß Linderhof. Zeit und Geld hattens ja damals scheinbar reichlich. Von Linderhof sind wir dann den österreichischen Weg über Reutte zur Zugspitze gefahren und haben spontan beschlossen in Ehrwald und nicht in Garmisch zu kampieren.

Die Auffahrt zur Zugspitze ist von hier auch um einiges günstiger als von Garmisch. Heute morgen war dann alles sonnig und klar. Als wir mit der zweiten Bahn gegen halb 10 oben ankamen, waren wir vielleicht mit insgesamt 20 Leuten auf dem Plateau. Mitten im Schnee bei strahlendem Sonnenschein und mit einer Fernsicht bis Rom (wenn die Alpen nicht wären). Herrlich.

Vier Stunden haben wir die Sonne ausgenutzt und wollten auch gar nicht wieder runter. Aber muss ja. Gegen 14 Uhr sind wir dann über Garmisch, Walchen- und Kochelsee, bissi Autobahn, zum Königssee aufgebrochen und auch dort gelandet. Morgen gehts per Bahn auf den Jenner und zu Fuß wieder zurück. All is well.

Weitsicht von der Zugspitze

Samstag, 8. September 2007

Bergländer

Nach den flachen Ebenen der Ost- und Nordsee versuchen wir es jetzt mal direkt durch die Mitte über die ersten Höhen. Nach dem Stop am Steinhuder Meer – die Mücken haben uns wider Erwarten verschont – fahren wir durch das Weserbergland in Richtung Hann. Münden. Direkt am Weserstein – ihr kennt das vielleicht „Wo Werra sich und Fulda küssen ...“, wenn nicht, einfach fragen wie der Spruch weiter geht – haben wir wieder ein schönen Stellplatz gefunden. Vorher hatten wir noch einen kurzen „Break“ beim „Rattenfänger von Hameln“.

Es ist überhaupt die Deutsche Märchenstraße, der wir die ganze Zeit folgen. Immer wieder durchsetzt von schönen, kleinen Fachwerkstädtchen. Unter anderem auch Bodenwerder, der Heimat des Barons von Münchhausen und der Sababurg, dem „Dornröschenschloss“. Nach Hann. Münden erreichen wir das Hessische Bergland, wo wir das erste Mal eine Höhe über N.N. von 441 m überqueren. Weiter über Kassel (Documenta) steuern wir das nächste Übernachtungsziel, den Edersee im Kellerwald an.

Heute dann der erste „Höhepunkt“ auf der Tour, der „Kahle Asten“ im Rothaargebirge. Mit 841 m Höhe schon ganz ordentlich. Hier pfeift der Wind schon recht frisch über die Höhen die im dichten Nebel liegen. Danach geht es weiter durch das Edertal, dann durch das Lahntal in den Taunus und über den „Großen Feldberg“ mit 880 m, nähern wir uns unserer „alten“ Heimat, Frankfurt. Hier machen bis morgen Station und feiern in den Geburtstag unseres Enkelkindes. All is well.

Auf den Spuren des Rattenfängers in Hameln

Auf den Spuren des Rattenfängers in Hameln

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Kommentare

wouw
Harald, was hast Du denn da für eine coole Maschine!?...
william5 - 10. Mai, 22:47
hach :-)
Ich beneide Euch um diese Motorradfahrt (kann mich...
Karo (anonym) - 10. Mai, 22:28
1.Mai
Auch hier friede freude eierkuchen hier in bern..oder...
honigbaerli - 1. Mai, 22:10

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Zuletzt aktualisiert: 10. Mai, 22:49

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