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Samstag, 2. Februar 2008

Schwere Zeiten

Fußballfans müssen ja manchmal starke Nerven haben, die Fans von Hertha BSC aber ganz Besonders. Was der Freundschaftskick am Dienstag schon ein wenig erahnen ließ, wurde heute im Olympiastadion bittere Realität: 0:3 unterlag Hertha BSC gegen die Frankfurter Eintracht zum Auftakt der Bundesliga Rückrunde.

Der bis zum letzten Tag zusammengekaufte Hertha-Kader ließ jeden Spielwitz vermissen. Eher schweizerisch behäbig kickte man den Ball quer durchs Mittelfeld, oder auch mal ängstlich zurück zum Keeper Drobny, der heute auch nicht den besten Eindruck machte. Spiel über die Flügel und nach vorne hatte der Trainer scheinbar strikt untersagt. So stand es bereits in der Halbzeit 1:0 für die Hessen.

Pantelic wedelte zwar häufig mit der Hand, das Anspiel erfolgte eher selten. Raffael als zweite Spitze schien es sichtlich zu kalt. Als dann zu Beginn der zweiten Halbzeit auch noch heftiger Schneegraupel einsetzte, wurde es echt ungemütlich. Es war a....kalt und das Spiel konnte einem auch nicht wirklich das Herz erwärmen. Als in der 60. Minute das 2:0 für Frankfurt fiel, beschlossen wir spontan das Abenteuer Hertha erstmal aus- und uns abzusetzen. Sorry Jungs, so macht das echt keinen Spaß.

Herthafans müssen tapfer sein Foto: h|b

Zu Beginn des Spiels war die Erwartungshaltung bei den hinter uns sitzenden kleinen Fans noch durchaus positiv.

Montag, 3. Dezember 2007

Weihnachtsgefühle

Laut heutigem Tagesspiegel ist es dieses Gefühl was vom Einzelhandel vermisst wird. Den Leuten würde genau das fehlen und daher würden sie nicht genügend konsumieren. Schuld wären auch das schlechte Wetter, die fehlende Kälte und vielleicht auch fehlender Schnee.

Vielleicht sollte man noch ergänzen: Schuld ist auch der gierige Einzelhandel, der uns, aus Angst etwas zu verpassen, ab September die Weihnachtsmänner und Lebkuchen in die Regale legt, während draussen gerade die Beachsaison ausklingt.

Da ist doch logisch, dass man, bis es so weit ist und Anfang Dezember mit dem ersten Advent auch die ersten "rundumdieuhrshoppingnächte" durchstarten, völlig ermattet in den Seilen hängt und sagt: "Nö, hab ich jetzt keinen Bock mehr drauf". Vielleicht auch mal "Weihnachtsgefühle" zulassen und nicht nur über den ausbleibenden Geldsegen jammern.

Der diesjährige Weihnachtsbaum - samt Weihnachtsmann - im Sonycenter ist aus Lego gebaut. Foto: h|b
Weihnachtsmann und -baum aus Lego im Sonycenter. Romantisch.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Das war der Untertitel der Sendung "Vorsicht Falle!", in der Eduard Zimmermann vor Trickbetrügern aller Couleur warnte. Auf dem heutigen Nachhauseweg über den Potsdamer stolperte ich mitten in eine Unterabteilung dieser Spezies an rot gedeckten Tischen direkt vor dem Bahn-Tower. Der richtige Ort um "...insbesondere verheiratete Angestellte mit überdurchschnittlichem Bildungsniveau zu rekrutieren" (laut Wikipedia)

Der "Freie Stresstest" ist der Einstieg in die Werbung um neue Mitglieder. Wikipedia schreibt dazu: "Zur Mitgliederwerbung wird der pseudowissenschaftliche OCA-Test (Oxford Capacity Test), ein standardisierter vorgeblicher Persönlichkeitstest, kostenfrei angeboten. Der Test bietet keine eigentliche „Analyse“, sondern endet stets mit dem Ergebnis, dass der Getestete ein Verbesserungspotenzial besäße." Tja, der Ratschlag der Berater ist dann wohl klar.

Hat die Anwesenheit von Tom Cruise in Berlin die Bereitschaft zur öffentlichen Mitgliederwerbung noch erhöht? Einen prominenteren Platz für offensive Anwerbung kann ich mir ja kaum noch vorstellen. Da Politik und Verfassungsschutz immer noch nicht letztendlich entschieden haben WAS Scientology eigentlich ist, werden wir damit wohl leben müssen.

Auf Kundenfang - Scientology am Potsdamer Platz

Mehr über Scientology bei Wikipedia

Dienstag, 10. Juli 2007

Strike!

Die Ärmsten der Armen - so bezeichnete jüngst ein Gewerkschaftsfunktionär die Eisenbahner in den unteren Gehaltsklassen. Er meinte das natürlich nicht generell - so schlecht stehen die Bahner jetzt im Vergleich auch nicht da - sondern eher im starren Tarifgefüge einzelner Berufsgruppen innerhalb der Bahn.

So ist es jedem Angestellten im Büro möglich durch geschickte Bewerbungen - entsprechende Leistung vorausgesetzt - sich im Konzern nach oben zu arbeiten. Das schlägt sich letztendlich auch beim Gehalt nieder. Wenn Lokführer oder Fahrdienstleiter in "ihrem" Job voran kommen wollen, ist die Endstufe aber relativ schnell erreicht, und wenn man sich nicht ganz ungeschickt anstellt ist das mit Mitte/Ende 20 der Fall. Was dann?

Zwei Möglichkeiten: Man verlässt die Lok oder das Stellwerk und versucht einen Bürojob zu bekommen - auch wenn einem der Beruf Lokführer vielleicht sogar Spass macht und man es gerne bleiben würde - oder man akzeptiert sein Schicksal und ungeachtet irgendwelcher Fortbildungen oder besonderen Leistungen bleibt man die nächsten 40 Jahre mit dem selben Gehalt auf der Lok oder im Stellwerk.

Das ist im Grunde auch das Problem, um das sich momentan alles dreht. Leider wird es durch die 31% Forderung der GDL am Thema vorbei konterkariert. Letztendlich geht es um ein nicht zeitgemäßes Tarifgefüge innerhalb des Bahnkonzerns.

Die S-Bahnen fahren wieder.

Samstag, 31. März 2007

Zeit das sich was dreht

Das Riesenrad in Treptow langweilt sich ohne GästeSeit einiger Zeit zeichnet sich ja ab, dass Berlin - in der Nähe des Zoos - ein "Berlin Eye" bekommen wird. Was in London so erfolgreich läuft, funktioniert ja möglicherweise auch in Berlin. Bin da noch ein wenig skeptisch, aber vielleicht klappt es ja.

Tief im Berliner Osten - im Bezirk Treptow - steht noch weithin sichtbar eine normale Version der geplanten Attraktion: Das Riesenrad im Plänterwald, einst Bestandteil des Spreeparks in Treptow. Der Vergnügungspark ging vor ein paar Jahren Pleite, seitdem verrottet das Gelände.

Ein neuer Investor ist auch nicht in Sicht, so holt sich die Natur nach und nach das Gelände zurück. Man kann das Gelände einmal komplett umrunden, sollte aber seine Kinder nicht mitnehmen, die herumliegenden Dinosaurier stimmen doch schon sehr traurig.

So stand es einst auf der - immer noch erreichbaren Seite - des Spreeparks Plänterwald:

"... hier steigt Ihr hoch hinaus, um in vollen Zügen das Flair der Hauptstadt Berlin zu genießen. In 45 m Höhe habt Ihr einen unvergleichbaren Panoramablick bis zum Alexanderplatz."

Freitag, 19. Januar 2007

Einstürzende Neubauten

Orkan Kyrill reisst Stahlträger vom Berliner HauptbahnhofDer immer wieder in der Diskussion stehende Berliner Hauptbahnhof kommt nicht zur Ruhe. Heute Nacht hat der Orkan Kyrill dafür gesorgt, dass einer der - die "Bügelbauten" umgebenden - Stahlträger, sich aus der Konstruktion verabschiedet hat. Gottseidank passierte das releativ spät in der Nacht, als der Bahnverkehr weitgehend eingestellt war und zusätzlich etwas ab von den Ausgängen. Die Konstruktion wird jetzt geprüft, der Hauptbahnhof ist aber wieder für den Verkehr freigegeben.

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Schlechtes Gewissen

Mann sitzt auf BürgersteigDieser Mann auf dem Bild gehört zum lebenden Inventar am Bahnhof Warschauer Brücke in Berlin Friedrichshain. Ich habe keine Ahnung wer er ist, noch was er tut, außer jeden Tag - und bei jedem Wetter - dort zu sitzen und darauf zu warten, dass Passanten kleine Münzen in seinen Hut werfen.

Ich versuche ihm auch regelmäßig einen kleinen Obulus zukommen zu lassen und bekomme dafür auch immer einen "Schönen Tag". Wenn er zwischendurch mal nicht da sitzt, hat man schon das Gefühl, dass irgendetwas fehlt.

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Kommentare

wouw
Harald, was hast Du denn da für eine coole Maschine!?...
william5 - 10. Mai, 22:47
hach :-)
Ich beneide Euch um diese Motorradfahrt (kann mich...
Karo (anonym) - 10. Mai, 22:28
1.Mai
Auch hier friede freude eierkuchen hier in bern..oder...
honigbaerli - 1. Mai, 22:10

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Zuletzt aktualisiert: 10. Mai, 22:49

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