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Architektur

Sonntag, 18. Oktober 2009

Rasende Heimat

"Tree Huts" nennt der Künstler Tadashi Kawamata seine Installationen im Tiergarten. So wie früher die Väter ihren Kindern Baumhäuser in der Garten gebaut haben, so zimmert Kawamata mit rohen Latten seine Luftschlösser in die Bäume rund um das Haus der Kulturen der Welt.

Ein baumhaus im Tiergarten von Berlin
Leider unerreichbar - Foto: h|b

Neben den neun Baumhäusern im Tiergarten, kleben auch noch ein paar, wie Schwalbennester, direkt an der Fassade des Hauses der Kulturen der Welt. Kawamata hat bereits weltweit solche und ähnliche Installationen erschaffen. Diese in Berlin ist Teil der Veranstaltungsreihe "Rasende Heimat" im Rahmen der Asien-Pazifik Wochen.

Ein baumhaus im Tiergarten von Berlin
Auch ohne Wüstenrot zum eigenen Haus - Foto: h|b

Der Tagesspeigel schreibt dazu: "Das Haus als stabiler Rückzugsort hat dort als Metapher längst ausgedient – zumindest in den Augen jener Künstler, die aus Metropolen wie Jakarta, Osaka oder Peking kommen. Aus Städten, deren Tempo gesellschaftlicher Veränderungen dem Begriff „Rasende Heimat“ konkreten Inhalt verschafft.

Diese Geschwindigkeit manifestiert sich auch in den Arbeiten, deren Thema bei Tadashi Kawamata eben nicht das romantische Refugium im Baum ist. Sondern die Auswirkung der Globalisierung auf Lebensgewohnheiten und den urmenschlichen Wunsch nach Schutz und Individualität, für die sein von Hand gemachtes Lufthaus eben auch steht."

Der ganze TSP Artikel findet sich hier.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Landmarken

Menschen brauchen Orientierung in ihrem Leben und ganz besonders Orientierungspunkte, sogenannte "Landmarken". Das hat mir einmal ein Reiseführer erzählt, als ich, im Rahmen einer Exkursion zur "Route der Industriekultur", mit Vertretern des Frankfurter Umlandverbandes unterwegs im Ruhrgebiet war.

Rosen für den Fernsehturm
In Rosen gebettet, der Berliner Fernsehturm - Foto: h|b

Durch den Wegfall der Fördertürme und Hochöfen in Folge der Zechensterben, die Begrünung der Abraumhalden und weiteren Rekultivierungsmaßnahmen, wurde zwar die Aufenthaltsqualität im Ruhrgebiet sehr viel besser, dafür wurde den Menschen aber eine gewisse Grundorientierung genommen. Dem entgegnet man dort, in dem man neue, künstliche Landmarken schafft, wie z.B. den Tetraeder auf der Abraumhalde bei Bottrop. Fand ich damals einen sehr interessanten Ansatz.

Fernsehturm mit Kränen
Manchmal versteckt er sich auch hinter den allgegenwärtigen Baukränen - Foto: h|b

Wie sehr das Prinzip stimmt, fällt mir auch immer wieder in Berlin auf. Dort steht ja die Landmarke schlechthin, der Berliner Fernsehturm. Obwohl wir keine Berliner sind, wann immer wir, wohin auch immer wegfahren, wenn wir zurückkommen und der Fernsehturm zum ersten Mal ins Sichtfeld gerät, stellt sich ein Gefühl von Ruhe ein. Angekommen.

Landmarken - die bekanntesten dürften sicher Leuchttürme sein, signalisieren seit jeher eine vertraute Umgebung, einen sicheren Hafen, eine Struktur an der Menschen sich orientieren und zurechtfinden können. So wie der Fernsehturm in Berlin.

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Klar, wenn man die Möwen...
Klar, wenn man die Möwen auch noch füttert,...
Maria (Gast) - 20. Nov, 23:12
Delfried Kaufmann, ist...
Delfried Kaufmann, ist Jerry Cotton die beste Autor.
Cotton Fan (Gast) - 11. Nov, 16:30
Tolle Fotos
...und nicht nur in diesem Eintrag!
textbauer (Gast) - 8. Nov, 16:58

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