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Montag, 15. Juni 2009

Taxi vs. TXL

Taxidemo vor dem Brandenburger Tor
Foto: h|b

Mehr als 1000 der insgesamt 7000 Taxen von Berlin haben heute Mittag den Weg zur angekündigten Demonstration am Brandenburger Tor gefunden. Die Taxifahrer wehren sich gegen eine neue Gebühr von 0,50 € pro Fahrt vom Flughafen Tegel (TXL) in die Stadt. Die Flughafenbetreiber legen damit das Geld um, dass sie auf der anderen Seite für Personal ausgeben, dass die Standards der Taxen überprüfen soll, die dort bereits für 70,- €/Jahr die Erlaubnis haben, den Flughafen anzufahren.

Diese 0,50 € pro Fahrt werden auf die Kunden umgelegt. In einer Berechnung des Taxibloggers kommen bei durchschnittlichen Fahrten da mal schnell 864,- € pro Taxe und Jahr zusammen, eine Verzwölffachung des jetzigen Betrages, den der Flughafenbetreiber als Plus verbuchen kann. Die "Taxiprüfer" sollen auf saubere Fahrzeuge, ausreichende Deutsch- und Englischkenntnisse und Kreditzahlungsmöglichkeiten achten. Laut Taxiinnung alles "olle Kamellen".

Demonstrierende Taxifahrer
Foto: h|b

Die Frage ist natürlich, wann stellen andere Orte wie der Flughafen Schönefeld, der Hauptbahnhof Berlin, oder weitere zentrale Anlaufstellen für Taxen Prüfer ein und Gebühren auf. Wenn es einmal funktioniert, warum dann nicht mehrmals? Warum prüft man diese Kriterien bei Taxen nicht bei der Vergabe der Lizenzen und dann regelmäßig? Haben nicht alle Taxigäste Anspruch auf die oben genannten Punkte?

Mahlen nach Zahlen

Der Künstler restauriert sein Bild
Künstler bei der Arbeit - Foto: h|b

1989, 2000, 2009, nein dann wird Deutschland nicht Weltmeister sein, aber diese Zahlen bezeichnen die wichtigen Abschnitte der Eastside-Gallery in Friedrichshain in Berlin. 1989/90 während und nach der Wende, entstanden auf einem ca. drei Kilometer langen Abschnitt der Hinterlandmauer entlang der Mühlenstraße, eine Freiluftgalerie, die von internationalen Künstlern gestaltet wurde.

Farbenauswahl an der Eastsidegallery
Farben warten auf ihren Einsatz - Foto: h|b

Popart wechselt sich ab mit kitschigen Motiven, die Bekanntesten sind sicher der Trabi der durch die Mauer bricht und der Bruderkuss von Gorbi und Honni. Im Jahre 2000 wurden bereits ein großer Teil der Bilder restauriert, da der Verkehr seinen Tribut zollt. Die unzähligen Hinterlassenschaften der Touristen tun ein übriges dazu. "Miguel from Cordoba was here, Berlin 2004" mit Kuli in die Bilder gekritzelt, wirkt bei tausendfachen Nachahmern genauso wie Autoabgase.

Weiße Leinwand für die Künstler
Noch ist die "Leinwand" weiß - Foto: h|b

Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls wird die Mauer nun komplett grundsaniert, auch der marode Zustand der Eisenarmierung macht die Bilder nicht schöner, und nach einem kompletten Überweißen, sind die damaligen Künstler aktuell dabei, ihre Bilder von vor 20 Jahren erneut herzustellen. Manche sagen, das wäre billiges kopieren eines nicht wiederherstellbaren Originals, aber nachdem ich die Bilder gesehen habe, denke ich, es lohnt sich. Sind echt klasse Bilder dabei, die ich bis heute gar nicht so wahrgenommen hatte. Mehr Infos und viele Bilder unter www.eastsidegallery.com/

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Kommentare

Klar, wenn man die Möwen...
Klar, wenn man die Möwen auch noch füttert,...
Maria (Gast) - 20. Nov, 23:12
Delfried Kaufmann, ist...
Delfried Kaufmann, ist Jerry Cotton die beste Autor.
Cotton Fan (Gast) - 11. Nov, 16:30
Tolle Fotos
...und nicht nur in diesem Eintrag!
textbauer (Gast) - 8. Nov, 16:58

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