Sonntag, 27. Mai 2012

Phönix aus der Asche

Aus "Gründen" beende ich an dieser Stelle meine Blogging-Aktivitäten und ziehe um. twoday.net entwickelt sich leider nicht weiter und gerade für die Darstellung von Fotos, oder die Nutzung von mobilen Plattformen, ist es nur bedingt bis gar nicht geeignet.

Daher neues Spiel und neues Glück auf einer modernen Plattform mit Wordpress als CMS.

Ihr findet mich ab sofort unter der neuen Adresse ...

haraldboettger.wordpress.com

Da hier ein Teil meines Lebens archiviert ist, bleibt das auch erhalten. Würde mich aber freuen, wenn ihr mich ab sofort auf der "anderen" Seite besuchen würdet.

Bis dahin

Sonntag, 6. Mai 2012

Auflösungserscheinung

Häuschen am Bahnhof Warschauer Straße
Häuschen auf dem Bahnhof Warschauer Strasse
Steinhaufen am Bahnhof Warschauer Strasse
Der Abriss des Bahnhofs Warschauer Strasse schreitet voran. Nach den Dächern, ist jetzt der Mittelbahnsteig mit allen Aufbauten dran. In diesem Fall hat der Bagger ganze Arbeit geleistet. Vom ehemaligen Abfertigungshäuschen blieben nur noch ein Haufen Steine und selbst die sind inzwischen verschwunden, wie in Kürze auch der ganze Bahnsteig.

Dienstag, 1. Mai 2012

Sonne, Mond und Sterne

Die Sonne ging bereits heute morgen gegen fünf Uhr auf, in Form der einlaufenden AIDA SOL. Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigte das Anlegemanöver, aber da es zum aufstehen noch viel zu früh war, überließ ich die Sonne erstmal ihrem Schicksal. Beim zweiten wachwerden, war auch die richtige Sonne wieder am blauen Himmel zu sehen und der Wind pfiff wie gewohnt ums Wohnmobil. Nach dem Frühstück haben wir dem Schiff einen kurzen Fotobesuch abgestattet, um dann in die "Stadt" zu gehen.

Zu Füßen der zweiten Sonne - in Warnemünde gibt es einen Planetenpfad der am alten Leuchtturm mit der Sonne beginnt - liegt ein Cafe der Bäckerei Junge. Gegen einen kleinen Obulus bekamen wir zwei leckere Ice Cafe Latte und ein paar Schokostückchen. Im Strandkorb auf der Terasse waren wir auch vor der bösen Sonne geschützt, also diesmal der Echten, und ließen uns Kaffee und Stückchen schmecken. Als die Mecklenburgischen Drehorgelspieler zu ihrer ersten Darbietung des Tages ansetzten, ergriffen wir die Flucht in Richtung Mond und weiterer Planeten.

Geschafft haben wir es bis weit hinter den Neptun, den Pluto konnten wir am Horizont bereits sehen. Damit waren wir ungefähr sieben Kilometer von der Warnemünder Sonne entfernt. Das linke Ohr war zwischenzeitlich durch, wogegen das Rechte bei Berührung vermutlich in kleine Eiskristalle zersprungen wäre. Nach der Wende, kurz vor Pluto, kehrten wir zu einem leckeren Kesselgulasch und einem kleinen Stück Schwarzwälder Kirsch in Wilhelmshöhe ein. Durch den Wind ist die erste Tischreihe netterweise die letzten Tage immer schön frei gewesen. Gut für uns.

Den Rückweg sind wir langsam angegangen, ist ja schließlich Feiertag, aber leider auch mein letzter Tag hier oben. Morgen früh um sieben gehts mit dem ICE direkt nach Berlin an die Arbeit. Meine Frau bleibt noch hier und bringt morgen das WoMo zur Inspektion, zu unserem Händler. Praktischerweise haben wir das Wohnmobil ja hier oben in der Nähe gekauft, so kann man es immer gut mit einem Besuch in Warnemünde verbinden. Unsere beiden Kindles geben uns tapfer Lesestoff und gleich gehts noch mal auf ein Bierchen zu Pier 7, wo wir dann auf die Ausfahrt der AIDA SOL warten. Die verlässt heute um 21 Uhr Warnemünde in Richtung Oslo, Kopenhagen, Stockholm, Danzig und Hamburg, ein 14 Tage Törn durch die Ost- und Nordsee.

Das wars dann auch vonne Küste, bis demnächst. Dann wieder aus Berlin.

Montag, 30. April 2012

Käptn, mein Käptn

Nach lecker Fisch, Espresso und einem Kümmerling zum Abendbrot, schreibe ich den heutigen Beitrag mit feuerrotem Gesicht. Nicht etwa aus Verlegenheit, sondern weil die Sonne heute das Werk vollendet hat, was der Wind gestern schon mal begonnen hat. Leider etwas zu gut. Heute morgen weckte uns die Sonne in einem perfekten blauen Himmel und auch der Wind hatte spürbar nachgelassen. Kühl war es trotzdem noch, aber die Sonne kämpfte tapfer dagegen an.

Nach einem kleinen WoMo Frühjahrsputz, enterten wir anschließend die MS Selene, die uns in einer guten Stunde mit Kaffee und Kuchen quer durch den Warnemünder Hafen schipperte. Jetzt waren wir schon so oft hier gewesen, aber eine klassische Hafenrundfahrt vom alten Strom fehlte uns noch. Bis heute. Von im Trockendock entstehenden Flußkreuzfahrtschiffen, bis zu den Einzelteilen der Offshore-Windanlagen, entsteht eine ganze Menge im Hafen und auf den Werften, die allerdings auch schon bessere Zeiten gesehen haben.

Auch am Strand war es anschließend gut auszuhalten und ganz Wagemutige versuchten ein erstes - meist allerdings - kurzes Bad. Insgesamt heute also ein schöner Tag, mit viel Sonne, die trotz gefühlter Frische schon ganz schön Kraft hat. Heute ist ja auch Walpurgisnacht, also im Gegensatz zu hier, vermutlich viel Action in Berlin. Wenn es noch so warm ist wie die Tage vorher, könnte es eine entspannte Nacht werden, in der einfach nur gefeiert wird. Allerdings weiß man in Berlin ja nie so genau. Morgen ist dann "Tag der Arbeit", aber ich werde mich davon noch ein wenig erholen. Reicht ja, wenn ich danach wieder arbeiten muss :)

Sonntag, 29. April 2012

Von oben betrachtet

Meine Güte, es ist gerade mal acht Uhr und mir fallen beim lesen immer wieder die Augen zu. Zu viel frische Luft ist für Berliner wohl zu anstrengend. Noch dazu wenn sie einem so heftig ins Gesicht geblasen wird wie heute. Ich war heute auch zum ersten Mal auf dem alten Leuchtturm und hab mir Warnemünde von oben angeschaut. War noch ziemlich leer, die Tagesbesucher saßen sicher noch beim Frühstück. Ist die schönste Zeit hier, wenn am alten Strom das Leben erst so langsam erwacht.

Nach dem Blick von oben, ließen wir uns anschließend vom Wind bis nach Wilhelmshöhe schieben, immer das heftige Rauschen der Wellen im rechten Ohr. Der Himmel war frühlingsblau und die Sonne schien, aber leider passte die Temperatur nicht ganz dazu. 13 Grad und mit Chillfaktor gefühlte 9. Wieso ist es überall in Deutschland brütend warm und hier oben fegt ein so kalter Wind, dass man wieder Fleece und Wollmütze tragen muss? Könnt doch auch mal warm sein. Okay, nicht nörgeln, könnte ja auch regnen, was es gottseidank nicht tut.

Auf dem Rückweg haben wir es mal ein Stück am Strand versucht, sogar mal kurz "mit ohne Schuhe" im Wasser. Als wir dann die Füße nicht mehr spürten, haben wir das schnell wieder seingelassen. Wir hatten fast erwartet, noch kleine Eisbröckchen im Wasser schwimmen zu sehen. Die Luft über dem Strand war ganz diesig vom Salz in der Luft. Die fast nordseehaften Wellen waren dafür ein Paradies für Surfer und Skiter. Mal sehen wie sich die Tage hier oben weiter entwickeln. Richtig warm wirds wohl eher nicht mehr. Wenn die Sonne richtig scheint, reicht aber ein windstilles Plätzchen aus. Sie muss nur mal richtig hinter den Wolkenschleiern hervorkommen. Vielleicht ja schon morgen.

Samstag, 28. April 2012

Kühlen Kopf bewahren

Wenn es in Berlin schon im April Sommer wird, sollen wohl aktuell 30 Grad sein, wird es Zeit sich aus dem Staub zu machen. Noch dazu wo wieder mal der 1. Mai mit hordenweise einfallenden Touristen und kämpferischen Anarchisten dräut. Netterweise liegt der in diesem Jahr, über einen Brückentag verbunden, nach einem Wochenende, aus dem man damit praktischerweise mit einem kleinen Urlaubstag ein "Langes" machen kann. Also: Nichts wie weg.

Unser "weg" geht meist ungefähr 250 Kilometer nach Norden und endet am Meer, genauer auf dem Stellplatz Mittelmole in Warnemünde. Heute sollte es dort eigentlich erst mal regnen, war aber nix, blauer Himmel mit Wolkenstreifen. ABER ... gute 20 Grad kälter als in Berlin. Also liegt Warnemünde wohl doch schon in den arktischen Breiten, und ein bannig kalter Nordwind tut sein übriges noch dazu. Wir sitzen seit einer Stunde mit laufender Heizung im Wohnmobil, um uns nicht den Allerwertesten abzufrieren.

Ist aber trotzdem gemütlich, halt nur nicht kuschelig. Jedenfalls nicht draussen, drin schon. Wir lesen, entspannen und genießen die Ruhe. Erholung von der großen Stadt muss auch mal sein, noch dazu wenn sie so aufgeladen ist mit Menschen und Hitze. Könnte zum 1. Mai eine gefährliche Mischung ergeben, was wir natürlich nicht hoffen wollen. Also liebe Grüße an alle Berlinerinnen und Berliner und Touristen und überhaupt. Nix kaputtmmachen, okay?

Sonntag, 22. April 2012

Brückengeschichten

S-Bahn Ausfahrt an der Warschauer Brücke
Der Bahnhof Warschauer Straße verschwindet langsam - Foto: h|b

So langsam löst sich der Bahnhof Warschauer Straße auf. Malträtiert mit Baggern und Schneidbrennern wird er jeden Tag etwas weniger. Nur ein Bahnsteig bleibt momentan noch verschont, irgendwie müssen die Massen ja noch abtransportiert werden. Die Abrissfirma arbeitet schnell und effizient, von den beiden Bahnsteigdächern ist bald nichts mehr übrig, Gleise sind auch schon entfernt, der nackte Schotter wartet auf die Zukunft.

Musikanten auf der Warschauer Brücke
Musikalische Wegelagerer auf der Warschauer Brücke - Foto: h|b

Unbeeindruckt davon versuchen die rumänischen Kirmesmusikanten den vorbeieilenden Massen ein paar Cent zu entlocken, die man ja bereitwillig geben würde, würden sie gleichzeitig versprechen, dass mit der Musik einfach seinzulassen. Ich weiß ja nicht mit welchen Ideen man dieses Musiksöldner in ihrer Heimat berieselt, dass sie glauben in Berlin wäre das Schlaraffenland und ein wenig schräges Akkordeonspiel würde die Becher schon autmatisch füllen. Nein ihr Lieben, mehr als ein Lied sollte es vielleicht schon sein.

Müll auf dem Geländes des Bahnhofs Warschauer Strasse
Die Stadt und der Müll - Foto: h|b

Der akustische Müll von der Brücke wird bildlich ergänzt durch den tatsächlichen Müll unter der Brücke. Ich weiß nicht wieviele Bilder ich schon gemacht habe, von verzweifelten Mitarbeitern die tapfer versuchen dem achtlos Herabgeworfenen Herr zu werden. Es bleibt aber eine Sysphosarbeit, die nur kurzfristig das Erscheinungsbild verbessert. Die Massen, die die Brücke täglich queren, halten den unteren Bereich wohl einfach für den größten Papierkorb der Welt.

Sonntag, 15. April 2012

Castingallee

Bild einer Fotografin
Wenn der Fotograf selbst "geschossen" wird - Foto:h|b

Die Kastanienallee im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg bietet sich optimal zum Schaulaufen an. Junge Leute, viele davon im "Hipster-Style" bevölkern die Cafes, wenn auch verstärkt sichtbar die Eltern das Kommando übernehmen. Die Cafes bieten jede Menge Hochstühle und werben für Kinderkleidermärkte. Die Kinderwagen stapeln sich neben den Tischen, an denen Papa Jan oder Mutter Marie mit dem kleinen Julius-Alexander spielen, oder die kleine Anna-Constance davon abhalten sich die Zuckerdose über den Kopf zu schütten.

Kunstwerk mit junger Frau
Liebe ist nur ein Wort, oder eben eine Installation - Foto: h|b

Um die Ecke ist eine der großen Eventlocations in Berlin, die Kulturbrauerei. Durch die Vielzahl an verschiedenen großen und kleinen Veranstaltungsorten ist für jeden etwas dabei. Am Tag verirren sich nur ein paar Leute hierher, aber nachts steppt hier der Bär. Im Gegensatz zu vielen anderen Locations stört hier der Lärm keine Anwohner, da das Areal in sich geschlossen ist. Sozusagen die optimale Lösung.

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